Abbiatico & Salvinelli

verkauft                                                                                         15.000,-€

Luxus Doppelflintenpaar Abbiatico & Salvinelli

 Kaliber: 20-70

Seriennummer: No.1 296 No.2 297 

Gewicht: 2.880 & 2889 Gramm 

Lauflänge: 70 cm

 

Abbiatico & Salvinelli, ein sehr klangvoller Name aus Gardone Val Trompia in Brescia Italien. 

Die Gründer dieser feinen Jagdwaffenmanufaktur Mario Abbiatico und Remo Salvinelli haben sich einen respektablen Namen durch die Herstellung feiner Jagdflinten in den frühen achtziger Jahren erworben. Leider ist Mario Abbiatico viel zu früh verstorben und das Schicksal der Firma war nach seinem Tode nicht mehr sehr rühmlich. Bis in das Jahr 2000 wurden unter dem Label „Farmars“ hervorragende Gewehre gebaut und verkauft, die sich speziell in Deutschland, England und in den USA großer Beliebtheit erfreuten.

In dem nachfolgenden Jahrzehnt neigt sich das Schicksal dieser Firma zu einem traurigen
Ende. Heute hält Pedro Peli, ein Büchsenmacher des Hauses der ersten Stunde die Fahne hoch und versucht sein Bestes das verloren gegangene Feld zurückzugewinnen.

 


Dieses nahezu ungeführte Paar 20/70ger Seitenschloss Ejektor Flinten stammt aus den Anfängen der Firma, dem Produktionsjahr 1979 und ist exemplarisch für die hohe Qualität der beiden Gründer die mit viel Handwerksehre ihre Produkte herstellten. Es handelt sich um eine erstklassige Kopie von den legendären Holland&Holland Royal Doppelflinten im Kaliber 20.

 

Die 70 cm langen Chopperlump- oder Demiblockläufe sind hervorragend verarbeitet und haben jeweils 4/10 & 7/10 Chockes. Der Zustand ist neuwertig.
Mit einem Gewicht von knapp 2900 g sind diese Flinten der Traum vieler Kaliber 20 Schützen! Hervorzuheben ist noch das der Gewichtsunterschied der beiden Flinten zueinander 9g beträgt. Ein fantastischer Wert gemessen daran, dass es Handarbeitsprodukte sind.


Die Belastbarkeit und Zuverlässigkeit dieser Flinten ist als hervorragend zu bezeichnen, der Doppelabzug, der vordere als Gelenk ausgelegt, sowie die automatischen Sicherungen funktionieren tadellos und sind perfekt für die Tage auf Rothühner oder Fasanen geeignet. 

Heute würde ein vergleichbares Paar an die 80.000 € kosten.

Westley Richards

Gegründet im Jahre 1812 und nunmehr mit einer fast 210-jährigen Geschichte zählt diese große Manufaktur im Jagd Waffenbau bis zum heutigen Tage zu dem absoluten Premium Brands. Berühmt wurde die Manufaktur durch fantastische Jagdwaffen, die in den Fünfzigern und Sechzigern für die indischen Prinzen und Maharadscha gefertigt wurden.

Bis zum Jahre 2008 hatte diese Traditionsmarke eine rein englische Geschichte. 

Westley Richards zeichnet sich bis zum heutigen Tag durch hohes Traditionsbewusstsein gekoppelt mit modernen Fertigungsmethoden und der Förderung von talentierten, nachwachsenden Handwerkern aus.

Simon Clode ging, um die Geschicke seiner Firma in die bestmögliche Startposition zu versetzen, eine Partnerschaft mit seiner Hoheit Sheikh Mohammed bin Khalifa Al Thani ein.

Mit dem frischen Geld aus Qatar konnten alle notwendigen Investitionen getätigt werden, um die Produktion und den Auftritt der Firma für das 21. Jahrhundert bestens auszustatten.

Bis auf den heutigen Tag werden in Birmingham ausschließlich“ best guns“ durch Hände Arbeit gebaut. Das Motto: “to make as good a gun as can be made!”

Westley Richards hat natürlich wie alle anderen in der Branche eine militärische Vergangenheit und durch Kontakte mit diversen Ländern bin damit verbundenen Einnahmen konnten die Produktionsstätten ausgeweitet werden und Entwicklungen in der Waffenentwicklung leichter vollzogen werden. An dieser Stelle möchte ich nur ein Beispiel nennen, das berühmte 

DEELY-EDGE-RIFLE, dass 1881 von John Daily entwickelt wurde, der zehn Jahre zuvor Manager im Hause Westley Richards seine Anstellung fand.

Ebenso sollte ich noch erwähnen, dass auch Mauser C96 Pistolen, im Kaliber 7,63 mm von Westley Richards im Jahre 1900 vertrieben wurden.

 

Den so genannten „sporting aspect „ist aber dieser Artikel gewidmet.

Hier hat die Marke Westley Richards und Co. mit ihren Jagdgewehren aller größte Popularität um 1860 errungen. Seit diesem Jahr zählte zu den erlesenen Kunden, zum Beispiel Prinz Albert, der Gemahl von Königin Victoria und später dann auch sein Sohn Prinz Albert Edward, dem Prinz of Wales und späteren König Edward VII. Die damalige Klientel reichte von internationalen Größen wie dem Kronprinzen von Japan und diversen Maharadschas bis zu William Cody bekannt als Buffalo Bill.

Die wohl größte internationale Anerkennung für das Unternehmen kam im Jahr 1897 mit der Vorstellung und dem Patent des von Hand herausnehmbaren Anson& Deely Systems. Dieses wurde weltweit unter dem Namen „Drop Lock“ bekannt. In der Kombination mit dem fast zeitgleich patentierten Einabzug, bei dem durch den Doppelzug Mechanismus ein ungewolltes Auslösen beider Läufe ausgeschlossen wurde, ein Meilenstein in der Entwicklung von Jagdgewehren

Diese Combi-Konstruktion musste über lange Testphasen die mechanisch einwandfreie Funktion unter verschiedensten Bedingungen, so auch klimatischen Extremeinsätzen, beweisen, bevor das Produkt an den Markt ging. 

Zusätzlich mit einem Satz Wechselschlossen ausgestattet, garantierten diese DROPLOCK Büchsen und Flinten im doppelten Sinne eine fehlerfreie Funktion. Damit war ein nicht zu unterschätzen der Vorteil gegenüber allen anderen Jagdgewehren geschaffen, bei denen der Bruch einer Schlossfeder zum Beispiel, den Einsatz beendete.

Exemplarisch fand diese Konstruktion Verwendung bei der berühmten und in der Formensprache eigenwilligen Konstruktion der Ovundo! Nur wenige Exemplare wurden davon aufgrund der sehr aufwändigen Herstellungsweise bis 1937 gebaut. Heute sind sie begehrte Sammlerstücke, viele Sammler und Kenner der Scene, die von ihrer Existenz wissen, haben noch keine zu Angesicht bekommen, geschweige denn sie einmal schießen können.

Es gab sie als Bockdoppelbüchsen sowie als Bockdoppelflinte. Bei der Ovundo wurde eine weitere Raffinesse, eine so genannte“ Inspection Claps“, eine von Hand ohne Werkzeug zu öffnende Revisionsklappe in dem hinteren, ovalen Teil der Seitenplatten verbaut. Wenn diese auf beiden Schlossplatten geöffnet war, hatte man wahrsten Sinne des Wortes den Durchblick.

Zu erkennen war lediglich die Stellung, die Mechanik des Einabzuges,welcher der durch und durch extravaganten Konstruktion eine zusätzliche exzentrische Note verlieh.

Diese „Flügeltüren“ waren aber nur Tupfen auf dem I, die von Hand herausnehmbaren Droplocks

sind die eigentliche technische Sensation. In Funktion und Abzugcharakteristik einem Seitenschloss absolut ebenbürtig, haben Sie den unschätzbaren Vorteil, sollte einmal eine Schenkelfeder brechen von Hand ausgetauscht zu werden, ohne vorher eine Buechsenmacherlehre durchlaufen zu müssen.

Dazu wurde die Inspektionsklappe unten geöffnet, die Dropbox herausgenommen und durch Ersatzschlosse aus einem eigens für ihre Aufbewahrung gefertigten Etui eingelegt. Klappe wieder geschlossen und weiter geht’s! Jeder der sich mit klassischen Waffen auseinandergesetzt hat weiß um die Fragilität so mancher Schenkelfeder, Materialermüdung und auch das Abschlagen ins Leere, ohne Pufferpatronen konnte schon so manchen Jagdausflug stoppen.

Die Extravaganz dieser Gewehre zog auch extravagante Klientel an. So wurden in den Fünfzigern, Sechzigern und Siebziger Jahren Berühmtheiten wie zum Beispiel Stewart Granger,

Elmar Keith und Ernest Hemingway unter andern zu Stammgästen Stammkunden in dem Showroom von Westley Richards.

Gerade für Afrika Waffen war unter den harten Einsatzbedingungen die zusätzliche Versicherung zur einwandfreien Funktion durch die Ersatzschlosser ein nicht zu unterschätzendes Verkaufsargument. Nebenbei bemerkt hat diese technische Spielerei den „Männernutzwert“ deutlich gesteigert.

Im Jahre 1897 patentierte Westley Richards unter der Patent Nummer 17731 die von Hand zu entfernen da Schloss Platte, 1907 folgte die Verbesserung durch den so genannten“ light pull“ Mechanismus und im Jahre 1908 die schlussendlich heutige gültige Form unter der Patent Nummer 23088 für die, an einer Welle hängenden und aufschwenkbaren Bodenplatte.

 

Häufiger kam diese aufwändige Technik bei der Herstellung von klassischen Side by Side Doppelflinten zum Einsatz. Als square Body oder round body gefertigt, je nach Geschmack des Kunden. 

Die „drop lock“ Doppelflinten erfreuten sich großer Popularität und wurden infolgedessen auch in hoher Stückzahl gefertigt. Ob als Einzelflinte oder als Paar, diese Konstruktion machte immer einen guten Eindruck. Häufig wurden diese Modelle auch mit dem von  Westley Richards patentierten „One Pull“ Abzug gefertigt. Schon in den früh galt diese Konstruktion international als zuverlässig, belastbar und konnte durch die elegante Form auch die Ansprüche der ästhetisch orientierten Kundschaft befriedigen.

Dem Glamour der indischen Maharadschas und dem der amerikanischen Superstars der frühen dreißiger, vierziger und fünfziger Jahre folgend, fand sich die ein oder andere Westley Richards  in dem Besitz des europäischen Adels oder der Industrie Kapitäne ein.

Bis auf den heutigen Tag haben diese Jagdgewehre nichts an ihrer hohen Attraktivität und dem hohen Gebrauchswert eingebüßt und stehen in der Gunst vermögende Kunden sehr hoch.

Es lebe die Vielfalt und der Luxus!

Westley Richards – Paar

verkauft                                                                                          16.000,-€

 

Kaliber: 12-70

Seriennummer: No.1 17396 & No.2 17397 

Westley Richards – Modell “Ovundo” (O&U)

25.000,-€

Kaliber: 12-70

Seriennummer: 17615